Dienstag, 25. Juli 2017

Rechenmaus die Zweite

Während hier in Bayern alle dem Schuljahresende entgegen fiebern, neigen sich in anderen Bundesländern die Sommerferien schon wieder dem Ende zu. Die meisten werden nicht gerade heiß auf den Schulalltag sein - bis auf die Erstklässler: die freuen sich auf ihre Einschulung.

Eine kleine Geschenkidee dazu sind Rechenmäuse, die das rechnen lernen erleichtern. Schon letztes Jahr habe ich sie in 2 verschiedenen Größen genäht (siehe *hier*). Dieses Jahr gab es nur die große Version (die kleine ist schon sehr fummelig zu nähen).

Grundlegend für die Materialwahl waren die Perlen, von denen man immer 5 Stück in gleicher Farbe benötigt. Rot, blau und lila hatte ich noch da. Da die Maus für einen Jungen sein soll, habe ich die lilanen zur Seite gelegt und mit rot und blau weiter gemacht. Der Stoffschrank hatte damit so gar kein Problem und der graue Körper passt doch ganz gut zur Maus. Ich finde es jungstauglich, kindgerecht aber dennoch nicht kitschig und hoffe, dass die Maus dem i-Dötzchen gefällt und hilft.


bei Made4Boys und beim KiddiKram

Donnerstag, 20. Juli 2017

Ahoi! Hier kommt meine maritime Chobe-Bag

Hallo,

heute gibt's meinen Beitrag zum Juli-Thema des Taschen-Sew-Alongs. Es heißt "Ahoi! Jetzt wird's maritim" und schreit geradezu nach Sommer ... und ich habe mich für die Chobe-Bag von EllePuls entschieden.

Wie ich ausgerechnet auf dieses Schnittmuster und die Umsetzung kam? Das war so:
- Zuerst legte ich für mich fest, dass ich eine robuste Tasche haben will, die ich lange überall hin mitnehmen (und auch mal abstellen) kann. Weiße Streifen (oder auch sonstiges weiße Stoffanteile) fielen also raus. Jeans fand ich als Material richtig gut.
- Bei Jeans dachte ich sofort an die Chobe-Bag. Das Schnittmuster wartete seit ein paar Monaten auf die Umsetzung. Warum also nicht jetzt? In der Tasche sind übrigens 4 verschiedene Hosen verarbeitet. 2 Streifen konnte ich sogar noch aus meiner alten Lieblingsjeans rausschneiden.


- Senfgelb mag ich sehr, vor allem in Kombination mit blau. Deshalb habe ich entsprechendes Garn für die Steppnähte auf dem Vorderteil verwendet. Im Nachhinein würde ich dafür die Farben der Stickerei aufgreifen, aber die standen zu dem Zeitpunkt noch gar nicht fest.


- Als das Vorderteil fertig war, musste die Tasche natürlich noch den maritimen Touch bekommen. Seit ich die Nicky genäht habe, mag ich Stickerei auf Jeans total gerne. Zuerst habe ich an einen großen Anker gedacht, aber dann wollte ich doch ein Papierboot haben. Das konnte ich natürlich nicht einfach so mittenrein klatschen und so kam die Welle dazu ... und danach die Fische. Ein Boot auf dem Wasser mit 4 Fischen, das ist doch maritim. Farblich habe ich mich bei der Stickerei am Vogel auf meiner Vicky orientiert: rot-orange-türkis. Und irgendwie hat sich noch pink dazu gemogelt.

- für den Boden gab es braunes Kunstleder, wegen der Robustheit. Diesen habe ich mit Decovil I (ohne light) verstärkt. Das ist ganz schön fest geworden, ließ sich aber gut nähen.
- Schon im Dezember hatte ich mir für das Juli-Thema mal vorsorgehalber blauen Ankerstoff gekauft. Der kam nun als Innenstoff zum Einsatz. So ist die Tasche durch und durch maritim ;) Auf der Innenseite habe ich noch ein Einsteckfach mit Schlüsselband aufgenäht. Das Fach ist 2-geteilt, damit Schlüssel und Handy getrennt sind.



- Für die Reißverschlusstasche auf der Rückseite der Außentasche habe ich den Ankerstoff natürlich auch verwendet. Ich mag es, dass sie beim Öffnen heraus blitzeln. Bei diesem Reißverschluss sowie bei dem des Hauptfachs habe ich zum ersten Mal metallisierte Reißverschlüsse (von I'm sew happy) verwendet. Davon brauche ich wohl noch ein paar :)



- Beim Gurt hatte ich es dann recht leicht. In der Schublade fand ich einen fertigen Ledergurt, der ganz gut zur Tasche passte. Karabiner eingehakt - fertig. (Im eBook ist eine Anleitung enthalten, wie man sich selbst einen Gurt nähen kann. Ich bin aber bekennende Taschen-Querträgerin und mag unbedingt einen längenverstellbaren langen Gurt haben.)



Mein Fazit: Ich fand die Tasche sehr gut zu nähen. Natürlich braucht man für das Vorderteil etwas Zeit (erst recht, wenn man es auch noch bestickt), aber das lohnt sich. Und der Rest flutscht dann wirklich gut. Da könnte noch die eine oder andere entstehen. Ich muss bei meiner Familie mal anmerken, dass ich ein paar ausrangierte Hosen gut gebrauchen könnte ;)



Die Tasche könnte meine neue Lieblingstasche werden. Ich hoffe, dass wir zwei in den kommenden Wochen mit ganz viel Sommerfeeling unterwegs sind. Und deshalb darf sie nicht nur zum Taschen-Sew-Along-Juli von Greenfietsen und mir, sondern natürlich auch zu RUMS und zu Taschen und Täschchen.

Dienstag, 18. Juli 2017

Probegenäht aus ReLeda: Die Tablethülle TC von Zucker&Zimt Design *** mit Verlosung ***

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Hallo,

ich habe da mal wieder probegenäht, und zwar die neue Tablethülle TC von Zucker&Zimt Design. Klar, es gibt schon jede Menge Schnitte für Tablethüllen, aber dieser hier hat das gewisse Etwas in der Art des Nähens. Genäht wird bei dieser Hülle gar nicht viel, da sie hauptsächlich aus Materialien erstellt wird, die nicht versäubert werden müssen und somit sehr direkt verarbeitet werden können. Bei meiner Hülle habe ich mich mal an ReLeda gewagt. Ich finde die Verarbeitung nicht gerade einfach, aber das Material durchaus interessant. Deshalb habe ich nicht nur (wie vorgesehen) das Rükenteil daraus gefertigt, sondern auch das Vorderteil (und dieses dann einfach zusätzlich gefüttert zum Schutz des Tablets).


Beim Zusammennähen der Teile habe ich mich dazu entschieden, die Naht nicht nur da zu setzen, wo sie notwendig ist, sondern habe sie aus optischen Gründen komplett rundherum laufen lassen, und zwar gleich doppelt. Ich finde, das bisschen Mehraufwand lohnt sich durchaus. Dabei habe ich noch eine Webbandschlaufe mitgefasst





Das Webband wiederholt sich auf der Rückseite - einfach deshalb, weil ich eine Naht genäht habe, die nicht notwendig ist und diese dann ein wenig slalomförmig wurde. Das verzeiht das ReLeda natürlich überhaupt nicht. Damit nicht nochmal etwas schief geht, habe ich das Webband mit Textilkleber aufgeklebt und nur beim rundherumnähen seitlich festgenäht. Das hält erstaunlich gut.




Eine klitzekleine Änderung habe ich noch vorgenommen: Die Ecken meiner Klappe sind runder als im Schnittmuster. Ich fand diese Rundung einfach schöner. Ging ganz fix und ist beim Selbermachen ja kein Problem.






Und dann hatte ich noch eine Idee für eine Express-Variante im Kopf, die ich nicht mehr los wurde und somit umsetzten musste. Die zeige ich euch natürlich auch noch. Oder ihr schaut mal bei Christina/Zucker&Zimt Design vorbei, vielleicht erkennt ihr sie dort zwischen den Probestücken (sofern sie es in die Auswahl geschafft hat, denn wir Probenäherinnen haben ganz schön viele Tablethüllen genäht).


Der Stoff der Aufsatztaschen ist übrigens mal wieder von Hamburger Liebe (Eve's Apple aus der Kollektion Eden).


Zum Schluss hab ich da noch was für euch: Das eBook für die Tablethülle TC darf ich 1x an euch verlosen. Ihr nehmt an der Verlosung teil, wenn ihr diesen Blogpost kommentiert und mir verratet, für was ihr euer Tablet am meisten oder am liebsten nutzt - ich nutze meines nämlich viel zu selten und brauche mal einen Anstupser.

Die Spielregeln zur Verlosung:
  • Das Gewinnspiel startet mit Veröffentlichung dieses Blogposts und endet am Sonntag, 23.07.2017 um 15:00 Uhr.
  • Um teilzunehmen, hinterlasse einen Kommentar (Inhalt siehe oben) sowie eine Kontaktmöglichkeit unter diesem Blogpost (eMail-Adresse oder Angabe des Blogs; dort muss ich natürlich eine Mail-Adresse finden können). Du brauchst dafür keinen eigenen Blog.
  • Anonyme Kommntare (ohne Mail-Adresse bzw. zu denen ich keine Kontaktmöglichkeit finden kann) können nicht gewinnen.
  • Mindestalter 18 Jahre.
  • Der Gewinner wird per Zufallsgenerator am Abend des 23.07.2017 von mir ermittelt und per E-Mail informiert.
  • Jeder kann nur 1x teilnehmen.
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen und Barauszahlung nicht möglich. 
  • Das Gewinnspiel findet nur hier auf dem Blog statt.
     
  • Das Gewinnspiel ist beendet. Gewonnen hat Renate/Frau von Lummerland. Die eMail mit dem eBook ist bereits versendet.

Verlinkt bei HOT - Handmade On Tuesday und beim Creadienstag.

*) Das eBook für die Tablethülle TC wurde mir
im Rahmen des Probenähens zur Verfügung gestellt.

Donnerstag, 13. Juli 2017

Snail's Trail - Der Juli-Block vom Quilt-Along #6köpfe12blöcke

Hallo,
es ist mal wieder Zeit für einen Block für den Quilt-Along #6köpfe12blöcke. Im Juli gibt es eine Anleitung von Dorthe von LaLaLa. Sie hat sich den Snail's Trail ausgesucht. Er sieht ganz harmlos aus, er ist auch gut zu nähen, aber er hat mich doch vor eine Herausforderung gestellt.

Dieses Mal war es nicht etwa die Stoffwahl, nein. Nachdem ich meine 3-Farben-Regel ja bereits im April gebrochen und 4 Farben genommen hatte, konnte ich ja jetzt im Juli auch einfach 2 Farben nehmen. Senfgelb und Dunkelblau sind momentan meine Lieblingsfarben und deshalb hatte ich mich ganz zackig dafür entschieden. Warum habe ich nicht schon vorher mal wieder zu Dunkelblau gegriffen? Meine Überlegungen vom Juni über die weitere Farbgestaltung werfe ich einfach über Bord.



Und wo lag jetzt das Problem? Am Ende. Ganz am Ende. Beim Messen. Mein erster Block hatte nämlich etwas weniger als 12 x 12 anstatt 12,5 x 12,5 Inch - eine Abweichung, die sich später nicht ausgleichen lässt. Ich habe ihn also nochmal genäht mit folgenden Änderungen:
- Zuerst habe ich mir eine Zeichnung gemacht und die Seitenlängen sowie Diagonalen jedes Quadrates bemaßt.
- Dann habe ich alle Teile um 1/8 Inch größer zugeschnitten.
- Die Nadel habe ich an der Maschine um eine Position nach rechts gestellt.
- Ich habe im Schneckentempo genäht und zwar auf der linken Seite (das habe ich auch beim 1. Block schon gemacht, damit ich die Spitzen, an denen die Stoffe der Vorrunde zusammen treffen, besser sehen kann)
- Und ich habe gemessen wie ein Weltmeister und nach jeder Runde auf das "Sollmaß" getrimmt.

Heraus kam ein Block mit der Größe von exakt 12,5 x 12,5 Inch. Da habe ich wohl einen guten Mix an Änderungen für mich zusammen gewürfelt. Warum mein erster Block nun zu klein wurde, weiß ich immer noch nicht, aber das ist mir auch egal. An der Anleitung liegt es nicht, denn es kamen schon genügend Blöcke in der richtigen Größe heraus.

Mein Block kommt jetzt zu Dorthe's Linksammlung für Snail's Trails und natürlich auch zu RUMS.

Dienstag, 11. Juli 2017

#hexiesommer2017 - Ich mach jetzt EPP

Hallo zusammen,

heute mag ich euch vom neuen Hexievirus erzählen, der sich gerade in der Nähszene ausbreitet - und das auch bei mir.

Die Nähmethode nennt sich English-Paper-Piecing, kurz EPP. Ich habe das neulich bei der Gesangbuchhülle schonmal probiert bzw. umgesetzt. Mittlerweile weiß ich, dass meine Vorgehensweise ziemlich unprofessionell war (aber egal). Wie das mit den Hexies jetzt genau funktioniert, das will ich hier gar nicht schreiben, ihr könnt das nämlich wunderbar bei Katharina von Greenfietsen (Teil 1: Hexies heften und Teil 2 Hexies zusammennähen) nachlesen. Dort ist alles gut erklärt und daran habe ich mich auch weitestgehend gehalten. Weitestgehend deshalb, weil halt jeder so seine Eigenheiten entwickelt.



Ich verwende zum Beispiel mehr Wonder-Clips als in Katharinas Tutorial beschrieben sind. Beim Heften der Hexies hält meine erste Klammer den Stoff und die Faltschablone zusammen. Mit einer zweiten fixiere ich die erste umgefaltete Nahtzugabe. Mir geht das Falten der weiteren Seiten und das Anheften dann leichter von der Hand. Und beim Zusammennähen der Hexies lasse ich mir auch etwas helfen. Ich finde es so einfach angenehmer, weil ich nicht aufpassen muss, dass mir etwas verrutscht und ich kann meine Hexies auch einfach mal zur Seite legen.

Noch ein paar DONT'S, die euch vielleicht helfen, nicht die gleichen Fehler zu machen wie ich:
- Ja, man sollte zum zusammennähen wirklich farblich passendes Garn verwenden. Bei meiner Tier-Hexie-Blume (ich nenn' sie auch Old-Mc-Donald-had-a-farm-Hexie-Blume) habe ich nämlich weißes Garn genommen. Das lag so schön da rum. Man sieht die Nähte nur ganz minimal. Aber wenn man rot und blau mit weiß zusammen näht, leuchtet das weiß natürlich ganz ordentlich. Und wenn man später die Heftfäden entfernt, ist es auch von Vorteil, wenn man diese anhand der Farbe erkennen kann.
- Wenn eure Hexies eine "Richtung" haben (bei mir sollten z.B. alle Tiere in die Mitte schauen), dann muss man beim zusammen nähen auch ein bisschen mitdenken - oder wieder auftrennen. Das ist nicht so lustig, ich hab's probiert (weil das Schweinderl ein wenig schräg schaute).
- Überhaupt sollte man sich die Platzierung der Hexies vor dem Nähen gut anschauen. Bei meiner Tierhexieblume gefällt mir nämlich gar nicht, dass die beiden gestreiften Hintergründe nebeneinander liegen. Und dass das rosa Schweinchen neben der Kuh mit dem ordentlichen Rosaanteil im Gesicht nebeneinander sind. Das hätte ich besser verteilen können.



Bei den Blumenmotiven ganz oben habe ich übrigens noch meine Hexieschablonen auf den Stoff gelegt und dann halbwegs passend drum herum geschnitten. Beim Tierstoff ging das nicht so einfach und ich habe mir Schablonen gemacht. Dazu habe ich mir einen Bogen Hexievorlagen ausgedruckt und an einem Eck-Hexie mit dem Geodreieck eine Parallele im Abstand von 7 mm drum herum gezogen. Wenn ihr das richtige Eck auf der Vorlage wählt, gehen euch nur 2 Hexies verloren ;) Das Hexie in der Schablone kann man mit dem Cutter heraustrennen und dann verwenden. Nun habe ich den vollen Durchblick bei der Suche nach dem richtigen Stofffitzel - für astreines Fussy-Cutting :)

Wie man die Hexieblumen dann auf Stoffstücke appliziert (und daraus einen Geldbeutel näht) verrät Katharina in den weiteren Folgen ihrer Tutorial-Reihe auf dem Greenfietsen-Blog.

Und weil ich noch meine Test-Hexies mit 1-Inch Kantenlänge hier herumliegen hatte und sowieso meine Nadel ständig in meiner Hexie-Schachtel (mit Papierschablonen, Schere, Klammern, Faden, ...) herum flog und ich sie suchen musste, habe ich mir daraus ein kunterbuntes Hexie-Nadelkissen genäht. Die Anleitung dazu findet ihr bei Gesine von Allie and Me (dort gibt es übrigens auch eine Hexie-Anleitung). Ein bisschen groß für meine eine Hexie-Nadel ist es schon. Nun überlege ich, ob ich noch ein Nadelkissen aus 3/4-Inch Hexies nähen soll. Aber das wird dann sicher arg fummelig. Mal schauen, viel verlieren kann ich dabei ja nicht.


Meinen Beitrag verlinke ich bei HOT - Handmade On Tuesday sowie beim Creadienstag.